Dolby Digital und DTS sind Ambrosia für die Ohren!
Dolby Digital ist ein Mehrkanal Tonsystem der Firma Dolby, welches im Kino, auf DVDs und in der Fernsehtechnik verwendet wird, um einen unvergleichlichen Raumklang zu realisieren. AC 3 (Audio Coding No.3) ist dabei das Codier-Signal für Dolby Digital. Im Bereich Kino und DVD ist DTS der schärfste Konkurrent. Dolby Digital unterstützt bis zu sechs diskrete Kanäle und verwendet ein psychoakustisches, verlustbehaftetes Verfahren zur Datenkompression. 1992 war in Deutschland Batmans Rückkehr der erste Kinofilm in Dolby Digital. 1995 wurde Dolby Digital als Audioformat für DVDs festgelegt und die erste Laserdisc erschien in diesem Tonformat.
Dolby Digital umfasst bis zu sechs Kanäle, nämlich vorne links und rechts, vorne Mitte (Center), hinten links und rechts (Surround Kanäle) und der Subwoofer. Die häufigsten Kanalkonfigurationen sind von DVDs sind Dolby Digital 5.1 mit allen sechs Kanälen und Dolby Digital 2.0 mit zwei Stereo Kanälen. Bei sehr alten Scheiben findet man gelegentlich noch Dolby Digital 1.0 mit einem Kanal für Mono Sound. Aber das führt natürlich den Sinn eines Heimkinos etwas Ad Absurdum.
Zusätzlich gibt es noch Dolby Digital EX, welches sogar drei rückwärtige Kanäle unterstützt, nämlich hinten rechts, Mitte und links. Dolby Digital Plus wurde speziell für High Definition Filme entwickelt, also für HD DVDs und Blu Ray Filme. Der Codec kann hohe Datenraten bis zu 6 Mbit pro Sekunde (zum Vergleich die DVD: 448 Kbit pro Sekunde) für maximal 14 Kanäle, einer Abtastfrequenz von 96 kHz und 24 Bit Auflösung unterstützen.
Durch die zwei Surround-Kanäle lassen sich der Klang und verschiedene Geräuscheffekte sehr präzise im Raum verteilen, wodurch ein realistischer Eindruck entsteht. Gleichzeitig bringt der Subwoofer angenehm die Möbel zum vibrieren, während er die Bass Töne im Raum verteilt. Eine Dolby Digital Surround Anlage ist also ein Muss für jedes ernst zu nehmende Heimkino! Die Behelfslösung Surround-Sound mit nur zwei Boxen zu erleben ist auch nicht mehr und nicht weniger als genau das: Eine Übergangslösung. Nur wenn der Klang der Spezialeffekte und der Musik aus allen Richtungen kommt und der Bass im Zwergfell kitzelt, darf man sein heimisches Film Equipment überhaupt Heimkino nennen.
